Autor: starke Orte

Asylsuchende in die Ortsmitten!

Österreich würde ohne Zuwanderung schrumpfen. Die meisten Flüchtlinge zieht es nach einem positiven Asylbescheid in die größeren Städte, dorthin wo der Wohnraum aber knapp ist. Hingegen stehen immer mehr Gebäude in kleineren Siedlungsmitten leer, hier insbesondere in den Dorf- und Kleinstadtzentren. Die Potenzialanalyse „Asylsuchende in die Ortsmitten!“ beleuchtet die Möglichkeiten, wie Zuwanderung zur Aktivierung und Attraktivierung der österreichischen Orts- und Kleinstadtkerne beitragen kann. Sie wirft zuerst den Blick auf die Unterbringungspraxis in Flüchtlingsquartieren, die der Öffentlichkeit kaum zugänglich sind. Anhand einer Beleuchtung der Situation im Bundesland Kärnten werden Formen der Unterbringung und einige Beispiele vorgestellt. Der Hauptteil befasst sich mit Vorzeigebeispielen, die Wohnen und Begegnung in neuer Form ermöglichen. Es sind sozialräumlich innovative Projekte für das Zusammenleben und Neunutzen von Leerstand, die jedoch fast alle im urbanen Raum oder den Nachbarländern umgesetzt wurden. Doch lässt sich daraus für die Ortskerne der ländlichen Räume in Österreich lernen, die wieder zu urbaner Atmosphäre zurückfinden sollen. Letztendlich werden dafür notwendige räumliche Strategien für Länder und Gemeinden vorgestellt. Die Potenzialanalyse will motivieren und informieren, welche Räume ein friedvolles und …

Das etwas andere Hotel

„Stay open-minded“ war das Motto des Vortrags über magdas Hotel am Wiener Prater, Österreichs erstes Hotel der Caritas. Das soziale Unternehmen heißt Gäste und Flüchtlinge gleichermaßen willkommen und beschäftigt Personen aus 16 Nationen. Magdas Hotel steht für einen ungewöhnlichen Planungs- und Entwicklungsprozess, für prämiertes Upcycling-Design und für betrieblichen Erfolg. Der Vortrag und die anschließende Diskussion fanden am 25. Feber 2016 im Architektur Haus Kärnten statt, zu dem der Verein KALT UND WARM lud, der Baukultur in Seen- und Thermenregionen fördert und alternative Konzept aufzeigt.

Eine Kooperation des Vereins KALT UND WARM mit dem Architektur Haus Kärnten und starke Orte. Gordana Brandner-Gruber konzipierte und moderierte den Abend und schrieb die Dokumentation.

www.magdas-hotel.at
www.kalt-warm.org
www.architektur-kaernten.at

Asylsuchende bauen Radständer

Seit vielen Jahren wohnen AsylwerberInnen in der Marktgemeinde Moosburg in Kärnten. Durch die Flüchtlingsbewegung der letzten Monate und Jahre sind es derzeit rund 60 Personen, das sind 1,2 Prozent der Bevölkerung. Die Integration ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam geschafft werden kann. Deshalb engagieren sich schon seit einigen Jahren mehrere Moosburger Bürgerinnen vorbildhaft und ehrenamtlich für Deutschkurse für AsylwerberInnen, die in der Gemeinde wohnen. Ein weiteres Integrationsprojekt ist die Entwicklung von neuen Radständern für den Hauptplatz. Begleitet wird das Projekt von ehrenamtlich tätigen MoosburgerInnen. Damit wollen die AsylwerberInnen ihre Bereitschaft zeigen, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Asylsuchende sind in ihren Quartieren auf das Warten beschränkt. Der Arbeitszugang ist für sie komplex geregelt und sehr eingeschränkt möglich. Kaum jemand kann arbeiten, außer in kleineren Tätigkeiten für Gemeinden. Das bietet auch eine Chance, zumal viele Gemeinden Nachholbedarf in ihrer atmosphärischen Qualität haben. Hier soll es eine gute Kombination geben: Menschen, die Beschäftigung suchen und Gemeinden, die Verbesserungen suchen. Was fehlt ist die gestalterische Qualitätssicherung, dass nicht „gut gemeint und schlecht gemacht“ sondern „gut gemeint und gut …

Langer Tag der Flucht 2015

Zum ersten Mal beteiligte sich der Tonhof in Maria Saal unter dem Titel „sinnvoll warten – tua eppas“ am Programm des „Langen Tages der Flucht“. Dieser fand am Freitag, den 25. September 2015 in ganz Österreich zum vierten Mal statt und ermöglichte Einheimischen, Flüchtlingen und Asylsuchenden wieder, bei unterschiedlichen kostenlosen Veranstaltungen mehr über den jeweils „Anderen“ zu erfahren. Bereits in den 1960er Jahren verstand sich der Tonhof als vermittelnder Ort zwischen Landbevölkerung und Kunstschaffenden der Wiener Avantgarde. Hier gingen auch Literaturgrößen wie Thomas Bernhard, Christine Lavant, Peter Handke oder Peter Turrini ein und aus. Mit der Veranstaltung positionierte er sich – unter der engagierten Leitung von Stefan Schweiger – einmal mehr als Ort der kulturellen Begegnung. Rund fünfzig Besucher – couragierte Einheimische und Asylsuchende aus der Region Mittelkärnten – folgten der Einladung und versammelten sich im Stadel des Tonhofs, wo die informative Ausstellung „Fluchtraum Österreich“ als Impuls zum zweiten Mal in Kärnten zu sehen war. Die zahlreichen Gäste aus Kärnten, Syrien, Afghanistan, der Ukraine, Georgien oder dem Kongo versammelten sich um den großen Tisch, auf …

AUFBAUENDES im Volkskino

Die Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten lud gemeinsam mit dem Architektur Haus Kärnten am 7. Mai 2015 zu einem besonderen Filmabend über Kärntner Baukultur ins Volkskino Klagenfurt. Als Auftakt der Architekturfilmtage 2015 wurden ausgewählte Kurzbeiträge der Sendung „AUFBAUEND“ gezeigt, die der ORF in den letzten zwei Jahren für „Kärnten heute“ produziert hatte. Bereichert wurden die 3×3 Beiträge durch Filmgespräche, in denen die wesentlichen Akteure unter der Moderation von Bernhard Bieche, Chefredakteur des ORF Kärnten, zu Wort kamen und Einblick in Entstehung, Prozess und Hintergründe ihrer Bauprojekte und Initiativen gaben. Der Abend gliederte sich in die drei Themenschwerpunkte Architektur, Technik und Baukulturvermittlung. Eine Kooperation der Kammer der ZiviltechikerInnen für Steiermark und Kärnten und dem Architektur Hauses Kärnten. Mehr darüber hier. Als Einstieg erzählten die beiden Kuratorinnen der Sendung AUFBAUEND, Barbara Frediani-Gasser und Gordana Brandner-Gruber, vom Entstehungsprozess. Es konnte der ORF für das Thema und die Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten als Sponsor gewonnen werden. Jeder Staffel ging ein längeres Auswahlverfahren voran. Die Kammer sammelte bisher rund 200 Projekte, die in zehn relevante …

ORF-Serie AUFBAUEND

Die ORF-Sendereihe AUFBAUEND bereitete das Thema „Baukultur“ in fünf Staffeln für die Bevölkerung auf. Von 2013 bis 2017 präsentierte AUFBAUEND einmal pro Monat beispielhaft Gebautes in „Kärnten heute“, der täglichen Bundesländersendung des ORF. Baukultur sichtbar machen Die durch die Kuratorinnen und einen Fachbeirat ausgewählten Themen sind breit gestreut: Infrastrukturbauten mit ihren versorgenden und schützenden Funktionen bis zu positiven Entwicklungen von Gemeinden wie das Aufwerten der Innenstädte und Dorfzentren oder das Revitalisieren von Altbausubstanz gehören ebenso dazu wie Bauten mit speziellen Funktionen für Bildung, Kunst und Kultur. Wohn- und Arbeitsstätten oder auch das aktuelle Thema der Tourismusbauten, die mit der Natur- und Kulturlandschaft sensibel umgehen, werden gezeigt. Umfassende und qualitätsvolle Planung zieht sich als roter Faden durch alle Beiträge. Die hohe Qualität der Leistungen von PlanerInnen – ob gestaltende, technische, wirtschaftliche, ökologische oder soziale Aspekte – und ihre Verantwortung für das Gemeinwohl werden sichtbar gemacht. In der Serie werden auch jene Prozesse und Strategien rund um das zukunftsfähige Bauen beleuchtet, die diese positiven Beispiele ermöglichten. Oft stecken engagierte Initiativen oder Einzelpersonen dahinter. AUFBAUEND stellt die wesentlichen …

Kaiser Arnulf Erlebnisspielplatz

Das abenteuerliche Leben des Kaisers Arnulf ist Thema des neuen Spielplatzes auf der Schlosswiese in der Kärntner Gemeinde Moosburg, der durch Umbau des alten 2009 entstand. Leben wie ein Kaiser – das Moor mit den Ungeheuern überwinden, die Kletterburgen besteigen, mit der Seilbahn flüchten, ein Wikingerschiff erobern oder einfach thronen! Leben wie ein Kaiser – Kaiser Arnulf Erlebnisspielplatz Moosburg Kaiser Arnulf wurde den Geschichtsschreibern zufolge in der ehemaligen Festung Mosaburch um 850 als Sohn des späteren ostfränkischen Königs und Karolingers Karlmann geboren. Seine Kindheit verbrachte er auf der Mosaburch bei seiner Mutter, gut versteckt auf den drei Hügelanlagen Thurnerhügel, Rauthügel und Arnulfhügel inmitten des unwirtlichen Moores. Dreißig Jahre später war er als Nachfolger seines verstorbenen Vaters Herzog von Kärnten und wurde am Herzogstuhl bei Maria Saal damit offiziell eingesetzt. Sieben Jahre später ernannte man ihn zum mächtigen Ostfränkischen Kaiser, und in seinen letzten drei Lebensjahren war er sogar römisch-deutscher Kaiser, das vom Papst verliehene höchste weltliche Amt im damaligen Europa. Er regierte nicht nur, sondern kämpfte unzählige Schlachten, zum Beispiel gegen die Normannen, die auf …

Vorbildprojekte in Osttirol erleben

Mutige und innovative Tourismusprojekte haben besondere Entstehungsgeschichten und nachhaltige Auswirkungen über das Gebaute hinaus. Im Rahmen der Ausstellung KALT UND WARM in Seeboden führte am 4. September 2013 eine eintägige Busexkursion zu ausgewählten Tourismusgemeinden und -betrieben nach Osttirol. Am Programm standen die Ortszentren der Berggemeinden Kals am Großglockner und Hopfgarten in Defereggen, die beide mit dem LandLuft Baukulturgemeinde-Preis ausgezeichnet sind. Außerdem besuchten die interessierten TeilnehmerInnen das Gradonna Mountain Resort bei Kals und das Hotel Gasthof Hinteregger in Matrei. Allesamt weisen innovative, baukulturell und touristisch interessante Ausrichtungen auf. Exkursionsleitung: Gordana Brandner-Gruber Eine Kooperation von KALT UND WARM mit dem Tourismusverband Seeboden und LandLuft mit Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, der Gemeinde Seeboden sowie dem Tourismusverein und dem Regionalverband Nockberge www.kalt-warm.org

50 Jahre Parkhotel Pörtschach

Im Jahr 1963 wurde das heutige Parkhotel Pörtschach am Wörthersee eröffnet. Seine Wurzeln reichen jedoch viel weiter zurück. Diese Geschichte sowie die Einbettung in den regionalen Kontext als auch in den internationalen Zeitgeist werden in der vorliegenden Publikation aus Anlass des runden Jubiläums von renommierten Autorinnen und Autoren beleuchtet. Wunderbar auf dem Pörtschacher Landspitz gelegen, vermittelt das Hotel mit dem weitläufigen Landschaftspark idealtypisch das Lebensgefühl der 1960er-Jahre mit dem Aufbruch aus der vergrauten Vergangenheit in den Wohlstand und in ein neues Zeitalter mit Zuversicht. Seine Gestaltung und die heute noch weitgehend im Original erhaltenen sorgfältig gestalteten und makellos gepflegten Details und Interieurs verkörpern eine Epoche, die gerade eine Renaissance erlebt und zunehmend wertgeschätzt wird. Parkhotel Pörtschach Mit Beiträgen von: Gordana Brandner-Gruber, Barbara Feller, Barbara Guger, Gerhard Kopeinig, Iris Meder, Astrid Meyer-Hainisch, Karin Raith und Jan Tabor Redaktion: Barbara Feller, Gerhard Kopeinig Herausgeber: Parkhotel Pörtschach am Wörthersee, 2013

Baukultur trifft Tourismus

Die Baukultur-Tourismus-Initiative KALT UND WARM KALT UND WARM ist eine von Kärnten ausgehende Initiative, die sich 2013 als Verein konstituiert hat, und von starke Orte mitgegründet wurde. Ziel ist das öffentliche Bewusstsein für Baukultur in den Seen- und Thermenregionen im Alpen-Adria-Raum zu stärken und Vorbildprojekte ins Rampenlicht zu stellen sowie Tourimusverantwortliche mit Baukulturschaffenden zu vernetzen. KALT steht dabei für Seewasser, WARM für Thermalwasser. Vielfältige Veranstaltungen wie Symposien, Impulsvorträge, Workshops, Baukultur-Tourismus-Frühstücke oder Exkursionen brachten Fachleute aus den Bereichen Wirtschaft/Tourismus, Architektur, Freiraum-, Raumplanung und Politik sowie Baukulturinteressierte zusammen. Eine Ausstellung über Vorzeigeprojekte mit Publikation wanderte in verschiedene Orte in Seen- und Thermenregionen innerhalb des Alpen-Adria Raumes und machte Mut für zukünftige Baukultur. Das vierjährige Projekt fand mit Unterstützung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich (BMUKK), des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend, Abteilung Tourismus-Förderungen (BMWFJ) und der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Kärnten und Steiermark statt und wurde unter anderem in enger Kooperation mit dem Architektur Haus Kärnten durchgeführt. Kuratorinnen: Gordana Brandner-Gruber & Astrid Meyer-Hainisch Mehr Info unter www.kalt-warm.org