Warum es wichtig ist sich an Baukultur zu beteiligen …

Die Kultur des Bauens beginnt mit der sorgfältigen Planung und umfasst auch die Qualität des Prozesses. Die Phase von der Klärung der Bauaufgabe bis zur Planungsidee ist von großer Bedeutung, denn hier einmal getroffene Entscheidungen haben weitreichende Folgen – für die Region, die Kommune und das Gebaute selbst. An dem Prozess teilzuhaben meint den Weg, der zum guten Ergebnis der gebauten Umwelt führen soll, mit gestalten zu können.

Baukultur betrifft alle: ArchitektInnen, IngenieurInnen und StadtplanerInnen, BauherrInnen und BürgerInnen.

Die Beteiligung der BürgerInnen bei Baukulturfragen, der ihren Lebensraum betrifft, gewinnt an Bedeutung. Ob die Bevölkerung zunehmend eingebunden wird oder sich selbständig zu Wort meldet: Die Mitwirkung von BürgerInnen bei der Planung ihrer Umwelt setzt ein Verständnis für Planungs- und Bauprozesse als auch Gestaltungsfragen voraus. Die Vermittlung und Sensibilisierung für gestalterische Aspekte als auch für rahmensetzende Einflussfaktoren ist ein wichtiges Anliegen.

Denn Baukultur ist kein natürlicher Konsens, sondern das Ergebnis eines komplexen Aushandlungsprozesses. Dennoch ist es nicht Angelegenheit einiger weniger, sondern jeder Nutzer und jede Nutzerin beeinflusst die gebaute Umwelt und verändert sie mit, auch wenn sich Motivation und Bewusstsein dafür unterscheiden. Deshalb sind transparente Verfahrensabläufe und eine Kommunikationskultur essentiell, die an der Erzeugung von Baukultur teilhaben lässt.

„Je genauer wir über das Gebaute Bescheid wissen und je stärker wir selbst an seiner Gestaltung mitgewirkt haben, desto besser entspricht es unseren Bedürfnissen, desto stärker identifizieren wir uns damit, desto besser gehen wir damit um und desto länger und nachhaltiger besteht es.“ Siehe Baukulturbericht 2014/15 der Bundesstiftung Baukultur (Hg.), Potsdam, Seite 2

„Baukultur betrifft alle: ArchitektInnen, IngenieurInnen und StadtplanerInnen, BauherrInnen und BürgerInnen. Die Qualität der Baukultur ist mehr als die Erscheinungsform eines Bauwerkes, sie ergibt sich aus dem Zusammenspiel von dessen Nutzbarkeit, Wirtschaftlichkeit, von seiner Nachhaltigkeit im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinne sowie aus objektiv nachvollziehbaren Verfahrensabläufen.“ Siehe Der Österreichische Baukulturreport 2006, im Auftrag der Österreichischen Bundesregierung

„Baukultur geht alle an, weil die gebaute Umwelt jeden einzelnen Bürger beeinflusst und verändert.“ Siehe Statusbericht zur Baukultur in Deutschland vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen aus dem Jahr 2001