Alle Artikel mit dem Schlagwort: Integration

Asylsuchende bauen Radständer

Seit vielen Jahren wohnen AsylwerberInnen in der Marktgemeinde Moosburg in Kärnten. Durch die Flüchtlingsbewegung der letzten Monate und Jahre sind es derzeit rund 60 Personen, das sind 1,2 Prozent der Bevölkerung. Die Integration ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam geschafft werden kann. Deshalb engagieren sich schon seit einigen Jahren mehrere Moosburger Bürgerinnen vorbildhaft und ehrenamtlich für Deutschkurse für AsylwerberInnen, die in der Gemeinde wohnen. Ein weiteres Integrationsprojekt ist die Entwicklung von neuen Radständern für den Hauptplatz. Begleitet wird das Projekt von ehrenamtlich tätigen MoosburgerInnen. Damit wollen die AsylwerberInnen ihre Bereitschaft zeigen, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Asylsuchende sind in ihren Quartieren auf das Warten beschränkt. Der Arbeitszugang ist für sie komplex geregelt und sehr eingeschränkt möglich. Kaum jemand kann arbeiten, außer in kleineren Tätigkeiten für Gemeinden. Das bietet auch eine Chance, zumal viele Gemeinden Nachholbedarf in ihrer atmosphärischen Qualität haben. Hier soll es eine gute Kombination geben: Menschen, die Beschäftigung suchen und Gemeinden, die Verbesserungen suchen. Was fehlt ist die gestalterische Qualitätssicherung, dass nicht „gut gemeint und schlecht gemacht“ sondern „gut gemeint und gut …

Langer Tag der Flucht 2015

Zum ersten Mal beteiligte sich der Tonhof in Maria Saal unter dem Titel „sinnvoll warten – tua eppas“ am Programm des „Langen Tages der Flucht“. Dieser fand am Freitag, den 25. September 2015 in ganz Österreich zum vierten Mal statt und ermöglichte Einheimischen, Flüchtlingen und Asylsuchenden wieder, bei unterschiedlichen kostenlosen Veranstaltungen mehr über den jeweils „Anderen“ zu erfahren. Bereits in den 1960er Jahren verstand sich der Tonhof als vermittelnder Ort zwischen Landbevölkerung und Kunstschaffenden der Wiener Avantgarde. Hier gingen auch Literaturgrößen wie Thomas Bernhard, Christine Lavant, Peter Handke oder Peter Turrini ein und aus. Mit der Veranstaltung positionierte er sich – unter der engagierten Leitung von Stefan Schweiger – einmal mehr als Ort der kulturellen Begegnung. Rund fünfzig Besucher – couragierte Einheimische und Asylsuchende aus der Region Mittelkärnten – folgten der Einladung und versammelten sich im Stadel des Tonhofs, wo die informative Ausstellung „Fluchtraum Österreich“ als Impuls zum zweiten Mal in Kärnten zu sehen war. Die zahlreichen Gäste aus Kärnten, Syrien, Afghanistan, der Ukraine, Georgien oder dem Kongo versammelten sich um den großen Tisch, auf …