Jahr: 2010

Aus alt wird neu

Ein großes Haus mit Büro aus dem Jahr 1979 in der Gemeinde Moosburg war in die Jahre gekommen. Es hatte auch zu viele kleine Zimmer für die neuen Besitzer. Außen wurde es belassen, innen komplett neu zu einem zeitgemässen Lebensraum umgestaltet. Mehrere Wände wurden entfernt, um großzügige Räume zu erhalten. So sind nun drei Räume im Erdgeschoss zu einem Koch-Ess-Wohnbereich zusammengefasst, der von Morgens bis Abends von der Sonne beschienen wird. Der Windfang ist nun transparent aus Glas und zwei kleine Bäder sind ein Familien-Wellnessbad geworden. Die alten Holzfußböden wurden abgeschliffen und geölt, wo es möglich war, und sonst mit einem neuen Fußboden aus dem Recyclingmaterial Plywood ergänzt. Aus diesem Material ist auch die neue Küche mit dem freistehenden Küchenpult oder die Schrankwand im Eingangsbereich passgenau gefertigt. Ein großer Esstisch aus Eiche, eine lange bequeme Ledersitzbank und ein mit Lärchenholz eingerahmtes großes Fenster sind die zentralen Wohnelemente. Einige Ausstattungsgegenstände des alten Hauses wurden belassen, so ein großer Kachelofen im Wohnraum oder ein Schmiedeeisengeländer, das in den oberen Stock führt. Im ersten Stock ist nun ein …

Grenzenloses Kulturerlebnis

Der Österreichische Baukulturreport 2011 nennt als eines von drei Schwerpunktthemen die thermische Sanierung unseres Gebäudebestandes aus ganzheitlicher Perspektive. Sanierung bedeutet eine grundsätzliche Neurausrichtung und geht weit über Fassadendämmung hinaus. Dies gilt besonders für kulturhistorisch und architektonisch interessante Gebäude, von denen die wertvollsten unter Denkmalschutz stehen. Noch vor der Veröffentlichung des Baukulturreports nahm sich das INTERREG-Projekt „Grenzenloses Kulturerlebnis“ (CULTH:EX CAR-GOR) Slowenien-Kärnten dieses wichtigen Themas der Gebäuderevitalisierung an. Als grenzüberschreitendes Programm INTERREG IV A zwischen Slowenien und Österreich angelegt, stand die Neu- und Umnutzung von „Baukulturellem Erbe“ dieser beiden Länder im Fokus der Auseinandersetzung. Langfristige Ziele im Projekt waren die Entwicklung von nachhaltigen Strategien zur Verbesserung der Beziehung der Eigentümer des Baukulturerbes zu ihrem eigenen Erbe und Eigentum sowie die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung und Nutzung des Kulturerbes im Allgemeinen. Die dafür realisierten Tätigkeiten umfassten ein breites Spektrum – angefangen von Trainingsprogrammen für Fachleute über Beratungsprogramme für Eigentümer, Aufbau eines Expertenpools und die Durchführung von Revitalisierungskonzepten bis zum Publizieren eines Benutzerhandbuchs. Projektträger: Amt der Kärntner Landesregierung – Abteilung 3 Landesentwicklung und Gemeinden, in Kooperation mit BSC Kranj, …